Warum ist Biodiversität wichtig?

Warum ist Biodiversität so wichtig Blühfläche

Was ist Biodiversität?

Laut der Umweltbehörde “Umweltbundesamt Deutschland” umfasst der Begriff Biodiversität drei wesentliche Aspekte: “biologische Vielfalt”, den Schutz der Natur und eine “nachhaltige Nutzung der Natur”. Diese Aspekte können ihrerseits aufgefächert werden in Teilbereiche. So fallen unter den Umweltschutz etwa Stoffkreisläufe, reines Wasser und schadstoffarme Luft. Die Biodiversität spielt auch für uns Menschen eine herausragende Rolle: Unser Überleben ist von biologischer Vielfalt abhängig! Umso erschreckender ist die meist unbewusste Zerstörungswut von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Parole “mehr Umweltschutz für mehr Biodiversität” ist heutzutage wichtiger denn je. 

Wie gefährdet der Mensch Biodiversität?

Die Ursachen für eine Eindämmung biologischer Vielfalt sind vielseitig. Ein zentrales Problem unserer hochindustrialisierten westlichen Welt ist die enorme Urbanisierung. Städte werden größer und der Agrarsektor verliert stark an Bedeutung. Neue Siedlungen entspringen dem Boden ebenso wie neue Straßen. Dabei sind Bodenversiegelungen hochproblematisch. Ganze Ökosysteme werden durch asphaltierte Wege ausgelöscht. Im Zuge der Urbanisierung greift der Mensch überall in die Natur ein: Natürliche Flussverläufe werden an die Bedürfnisse von Angebot und Nachfrage angepasst. Unternehmen schlachten Stauseen durch Energiegewinnung aus. Abgesehen von einer ethisch höchst fragwürdigen Haltung ist dies eine extrem kurzsichtige Herangehensweise. Der Mensch schadet Tieren und Pflanzen. Er zerstört ihre Ökosysteme und schadet damit langfristig auch sich selbst.

Des Weiteren ist das vielzitierte Problem des Klimawandels durch Menschenhand fundamental. Nach wie vor werden viel zu viele fossile Brennstoffe verbrannt. Einerseits ist dies eine verantwortungslose Nutzung fossiler und damit endlicher Ressourcen. Darüber hinaus aber werden für die Atmosphäre und die Ozonschicht höchst schädliche Treibhausgase freigesetzt. Seit Jahrzehnten sind die dramatischen Folgen absehbar – nicht zuletzt für die Biodiversität. 

Und als wäre all das nicht schon genug, entfalten wirtschaftliche Tätigkeiten ungehemmt weitere Zerstörungspotentiale. Landwirtschaft, Industrie und Verkehr sind die Hauptschuldigen. Sowohl Ökosysteme an Land (terrestrisch) als auch im Wasser (aquatisch) werden systematisch beschädigt und zerstört. Schuld daran ist die Belastung durch Nähr- und Schadstoffe. Kläranlagen, Kraftwerke, Verkehr und Industriebetriebe haben daran maßgeblichen Anteil.

Folgen des Landnutzungswandels

Wie gesagt werden durch politische und ökonomische Maßnahmen massive Eingriffe in die Natur getätigt. Insbesondere Tierarten mit großen Revieren, wie z. B. größere Säugetiere oder Greifvögel, sind von der Zerschneidung und dem Verlust ihrer Lebensgebiete betroffen. Abgesehen von abgeschnittenen Verkehrswegen kann die Ausdünnung kleiner Tierpopulationen ein fundamentales Problem darstellen. Inzucht innerhalb kleiner Tierpopulationen führt mittelfristig zu einer geringeren genetischen Vielfalt. Dies ist fatal: Lebewesen sind schließlich auf eine grundlegende Resistenz gegen Krankheiten und wechselnde Umweltbedingungen angewiesen. Auf diese Weise könnte sich ein Eingriff in die Biodiversität langfristig als Grund des Aussterbens von Teilpopulationen herausstellen.

Einen unvergleichlich großen Schaden richtet vor allem die Versiegelung von Böden an. Dies ist z. B. der Fall, wenn im Zuge der Urbanisierung neue Straßen gebaut werden oder neue Gemeindebezirke erschlossen werden. In einem Gramm Erde leben Milliarden von Einzellern. Das sind Kleinstlebewesen wie Bakterien und Pilze sowie Algen und Einzeller. Stellen Sie sich einmal die gigantischen Zahlen an Lebewesen vor, die unter jeden neuen Straße, Kreuzung, Autobahn von einer undurchdringbaren Teerdecke eingeschlossen werden. Doch nicht nur Einzeller sind betroffen. Alleine ein Quadratmeter Erde beherbergt mehr Bodentiere, als wir und vorstellen können. Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Insektenlarven, Asseln, Regen- und Fadenwürmern. Die Abstraktion dieser Zahlen lässt sich leicht veranschaulichen: In einem Hektar, was einem Feld mit den Seitenlängen von 100 Metern entspricht, beträgt die Gesamtmasse des unter der Erde lebenden Tierreichs ungefähr 15 Tonnen. Das entspricht der Masse von 20 Kühen. Dieser Reichtum an biologischer Vielfalt, also an Biodiversität, ist extrem gefährdet durch Maßnahmen, die den Boden angreifen. Neben der Versiegelung gehört da auch der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln dazu. Diese Stoffe sind Fremdkörper und schaden der Artenvielfalt im Boden. Nichtsdestotrotz hat auch der Klimawandel erneut negative Auswirkungen auf die Biodiversität. Ein allseits bekanntes Phänomen der letzten Jahre sind extrem heiße Sommer mit unterdurchschnittlich wenig Niederschlägen. Dadurch wird der Wasserhaushalt des Bodens, von dem das Überleben unzähliger Bodentiere abhängig ist, wesentlich beeinträchtigt.

Warum ist Biodiversität so wichtig?

Vielfalt macht die Lebensgrundlage unseres Planeten aus. Klares Wasser und saubere Luft – beides entsteht durch die Säuberung von Mikroorganismen und Pilzen. Der ständigen Weiterentwicklung der Technik zum Trotz sind wir von der Natur abhängig. Die Natur liefert uns wichtige Lebensgrundlagen: Nahrung und Wasser stehen natürlich an oberster Stelle. Doch auch Wärme, Textilien und Medikamente sind für uns überlebenswichtig. Dies sind ebenfalls Güter, mit denen uns die Natur beschenkt. So benötigen wir beispielsweise über 70.000 Pflanzenarten für die Herstellung unterschiedlichster Medikamente.

Des Weiteren bedeutet Biodiversität aber auch intakte Ökosysteme unterschiedlichster Tier- und Pflanzenarten. Diese Ökosysteme werden durch die biologische Vielfalt von einer ungeheuren Stabilität zusammen gehalten. Greift der Mensch jedoch gewalttätig in die Natur ein, z. B. durch die Abholzung von Regenwald, dann wird die Artenvielfalt massiv eingeschränkt und die natürliche Stabilität von Biodiversität geht verloren. Mit diesem Stabilitätsverlust gehen Krankheiten und Epidemien einher. Diese betreffen zunächst das Tier- und Pflanzenreich. Von dort sind sie leicht auf Menschen übertragbar. Dies ist der Punkt, an dem der Kreislauf der Biodiversität uns Menschen einholt. Wir sind von biologischer Vielfalt abhängig: Schaden wir ihr, schaden wir uns.

Projekt Blühfläche

Wer kann schon von sich sagen, dass ihn die negativen Folgen für Tiere, Pflanzen und Menschen komplett kalt lassen? Deshalb schauen Sie nicht weg, sondern handeln Sie verantwortungsbewusst. Das Projekt Blühfläche gibt Ihnen die Möglichkeit, sich zu engagieren. Werden Sie noch heute Blühpate und setzen Sie sich für mehr Biodiversität ein – einfach hier klicken. Helfen Sie, unsere Umwelt zu unterstützen.

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