Blühwiesen sind extra angelegte Flächen, auf denen zahlreiche unterschiedliche Blühpflanzen wachsen. Diese sind eine besonders wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Umgangssprachlich werden die Blühwiesen deshalb auch oft Bienenweiden genannt. Die Blüte der Blumen auf den Blühwiesen hält meist bis in den Herbst an und erfreut dabei neben den Insekten wie Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen auch die Menschen mit ihrer besonderen Farbenpracht. Allerdings sieht eine Blühwiese nicht nur schön aus, sondern sie fördert insbesondere die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft und soll als Nahrungsquelle für Bienen und andere Blütenbesucher dienen. Allgemein locken Blühwiesen Honigbienen und andere Insekten an und können die Menge und im Einzelfall auch die Artenzahlen der Insekten erhöhen.
Welchen Nutzen haben Blühwiesen?
- Blühwiesen sind wichtige Nahrungsquellen
Blühwiesen, die in strukturarmen Agrarlandschaften mit Insekten fördernden Blühmischungen bepflanzt sind, dienen als wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Bienenarten und andere Insekten. Durch das Anlegen von Blühwiesen tragen Landwirte aktiv zum Überleben und dadurch auch zum Arterhalt vieler Insekten bei. Auch Vögel erfreuen sich an an einem reichen Nahrungsangebot bestehend aus verschiedensten Insekten und Pflanzensamen.
- Blühwiesen sind Lebens- und Rückzugsräume
Für zahlreiche Insekten, Vögeln, Kleintieren und Niederwild bieten die Blühwiesen einen entsprechenden Lebens- und Rückzugsraum. Viele der Tiere hätten ohne solche angelegten Blühwiesen nur eine geringe Überlebenschance. Besonders mehrjährig angelegte Blühwiesen bieten zahlreichen Wildtieren, wie Fasanen, Hasen und Rehen wertvolle Deckung. Außerdem bieten die Pflanzen einer Blühwiese im Winter eine Isolierschicht zwischen Schnee und Erde, wodurch im Boden überwinternde Tiere vor Kälte und Frost geschützt sind.
- Förderung von Ökosystemdienstleistungen
Blühwiesen tragen auch zu Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubung und Regulation von Krankheiten oder Schadorganismen bei. Beispielsweise sind häufig Schwebfliegen in Blühwiesen zu finden, die sich von Blattläusen ernähren und somit als natürliche Schädlingsbekämpfer fungieren. Von den Blühwiesen ziehen diese Schädlingsbekämpfer dann weiter in die umliegenden Felder.
- Weitere Funktionen von Blühwiesen
- Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft und des Artenschutzes,
- Ganzjähriger Schutz gegen Erosion,
- Steigerung von Lebensqualität und Erholungswert der Landschaft &
- Oberflächen- und Grundwasserschutz
Was ist bei der Aussaat zu beachten?
- Die richtige Saatbettvorbereitung
Das beste Saatgut nützt nichts, wenn der Boden nicht sorgsam vorbereitet wird. Am ausgewählten Standort sollte es keine Vorbelastungen mit Problemunkräutern wie Ackerkratzdistel, Quecke oder Stumpfblättrigem Ampfer geben. Die Flächen sollten auf jeden Fall vom Unkraut befreit werden. Für die Aussaat sollte der Boden nochmal flach gelockert werden, um unerwünschte Beikräuter zu entfernen und das Saatbett ein zu ebnen.
- Das richtige Aussäen
Vor der Aussaat auf die vorgesehene Blühwiese ist ein gründliches Mischen des Saatgutes notwendig, um ein Absetzen schwerer Sämereien im Saatbehälter zu verhindern. Der richtige Zeitpunkt zum aussäen kann je je nach Saatmischung und Standort variieren, liegt aber meist zwischen Mitte April bis Ende Mai. Außerdem ist ein Saatfenster empfehlenswert, in dem viel Regen angekündigt ist. Die Saatmischung kann dann bei großen Flächen entweder mit der Sämaschine oder Düngerstreuer ausgebracht werden, bei kleineren Flächen besser mit der Hand. Außerdem sollte das Saatgut oberflächlich abgelegt werden und nach der Aussaat sollte bei nicht zu feuchtem Boden angewalzt werden.
- Pflege
Um die Blühwiesen langfristig zu erhalten, sollten ein paar einfache Dinge beachtet werden. Die Blühwiesen sollten auf gar keinen Fall befahren werden. Blühwiesen bedürfen keiner besonderen Pflege, es sollte bei Bedarf nur eine punktuelle Entfernung von Problemunkräutern stattfinden. Besonders wichtig ist, dass die Blühwiesen nicht gedüngt werden und kein Pflanzenschutzmittel angewendet wird.